re-bar 10 & 16 Verstärkungslösungen

Für ruhend sowie dynamisch dauerbelastete Bauteile

Verankerungsmöglichkeiten

Je nach Beanspruchung wird re-bar gezielt im Bauteil positioniert: Bei Biege-verstärkungen erfolgt die Verankerung hinter bzw. an der Momentennulllinie, bei Schubverstärkungen in der Druckzone des Betons. Die Kraftübertragung erfolgt über den Mörtelverbund und wird durch eine zusätzliche geklebte Tiefenverankerung im Betonquerschnitt gezielt verstärkt (oben). Bei schmalen Betonquerschnitten kann der Verankerungsbereich zusätzlich durch U-Bügel ergänzt werden (unten). Vorgespannte re-bar-Schubbügel sind besonders geeignet, um den Schubverbund zwischen Mörtel und Traggrund gezielt zu überbrücken und nachhaltig zu erhöhen.

Schraubkuppler

Auf der Baustelle werden die Stäbe mittels Schraubmuffen gekoppelt. Zum Schutz der Gewinde sind Schutzkappen angebracht. Der Ringspalt wird anschließend mit einem Schraubschlüssel geschlossen.

Korrosionsschutz

Applikation von re-bar

Bei der Applikation von re-bar sind die jeweils gültigen Verarbeitungsrichtlinien der 3S  Structural Solutions GmbH anzufordern und einzuhalten. Diese enthalten detaillierte Angaben zu den einzelnen Verfahrensschritten. Als vorbereitende Maßnahmen sind die örtlichen Randbedingungen sowie die Qualität des Betontraggrundes zu prüfen. Die re-bar-Bewehrungsstäbe werden mittels Schraubkupplern verbunden und entsprechend den projektspezifischen Anforderungen zugeschnitten. Nachstehend sind beispielhafte Applikationsmöglichkeiten des re-bar-Verfahrens dargestellt.

re-bar im Betonschlitz

Bauvorbereitungen

1 Einschlitzen der Nut in Betontraggrund.

2 re-bar zentrisch in Betonnut fixieren* (bspw. mit Holzkeil).

*Kunststoffe, Bauschaum und chemische Mittel sind zur Fixierung aufgrund der möglichen Freisetzung toxischer Zersetzungsprodukte bei Erhitzung nicht zulässig.

Beidseitige Endverankerung

3 Beidseitiges Einmörteln (horizontal) oder händisches Einwerfen (vertikal oder über Kopf).

Kombinierbar mit Endhaken.

Aktivierung der Vorspannung

5 Nach Aushärten der Endverankerung: Kontrolliertes Aktivieren/Erhitzen von re-bar mit Gasbrenner.

6 Protokoll der Aktivierungstemperatur erstellen.

Fertigstellung

7 Vergießen oder Reprofilieren der verstärkten Nut.

8 Weiterführende Arbeiten (Abdichtung, Beläge, etc.).

re-bar im Reparaturmörtel (am Boden oder Überkopf)

Bauvorbereitungen

1 Aufrauen des Betontraggrundes bis geforderte Rauigkeit erreicht wird.

re-bar mit Bewehrungseisen oder metallischen Schraubhaken am  Traggrund fixieren.*

*Kunststoffe, Bauschaum und chemische Mittel sind zur Fixierung aufgrund der möglichen Freisetzung toxischer Zersetzungsprodukte bei Erhitzung nicht zulässig.

Beidseitige Endverankerung 1

Am Boden

3 Beidseitiges Einbetten in Reparaturmörtel als Endverankerung.

Überkopf

4 Beidseitiges Einbetten in Spritzmörtel oder händisch mit Kellenwurf als Endverankerung.

Beidseitige Endverankerung 2

5 Beidseitiges Einbetten mit Endhaken in Reparaturmörtel als Endverankerung.

Bei beschränkter Verbundfläche verstärken Schubbügel die Verankerung und lagern die Vorspannung in die Betondruckzone um.

Aktivierung der Vorspannung

7 Nach Aushärten der Endverankerung: Kontrolliertes Aktivieren/ Erhitzen von re-bar mit Gasbrenner.

8 Protokoll der Aktivierungstemperatur erstellen.

Fertigstellung

Am Boden

Verguss des Mittelbereichs von re-bar

Überkopf

10 Einspritzen des Mittelbereichs von re-bar

Schubverstärkung: re-bar U-Profile

Rissinjektion wenn nötig

1 Rissverschluss an der Oberfläche sowie zementgebundene Rissinjektion

Bauvorbereitung

Hydromechanisches oder mechanisches Aufrauen auf geforderte Rauigkeit (Sandstrahlen falls mechanisch aufgeraut wurde)

3 re-bar Schubbügel mit Spezialkunstoffdübeln fixieren* (elektrische Isolierung der Innenbewehrung notwendig)

*Kunststoffe, Bauschaum und chemische Mittel sind zur Fixierung aufgrund der möglichen Freisetzung toxischer Zersetzungsprodukte bei Erhitzung nicht zulässig.

Vermörteln

Reprofilierung im Nassspritzverfahren sowie Verfüllung der Stegöffnungen mit zemengebundenem Vergussmörtel. Alternativ: Verguss nach Verschalung.

Aktivierung der Vorspannung/ Fertigstellung

Aktivierung durch elektrisches Widerstandsheizen (erforderlicher Stromanschluss bauseits). Überstehende Bügel werden bei Bedarf angepasst und fachgerecht vergossen.

Aktivierung der Vorspannung

6 Nach Aushärten der Endverankerung: Kontrolliertes Aktivieren/ Erhitzen von re-bar mit Gasbrenner.

7 Protokoll der Aktivierungstemperatur erstellen.